„Ich finde mich gut, weil‚…“, „Du findest dich gut, weil‚…“ – das macht Mut und knüpft neue Verbindungen. Unter diesem Motto soll ein möglichst breitgefächertes Bild und Dokument der Menschen entstehen und entsprechend präsentiert werden.
Dieses Bild unterscheidet sich gewaltig von denen, die üblicherweise erstellt werden.
Denn im Gegensatz zu demoskopisch erhobenen Daten, die ja immer zielgerichtet die Interessen des jeweiligen Auftraggebers bedienen, zeigen hier die Menschen selbst, wo sie ihre Qualitäten und Werte sehen.

tl_files/ifmg/assets/pages/IMG_1317med.JPGDie Kampagne verfolgt auch eine konkret realisierbare Symbolik:

Eine möglichst große Menge von Einzelstatements soll auf einer großen Fläche über- und nebeneinander plakatiert werden.
Bei großem Betrachtungsabstand erscheint diese Fläche homogen gerastert; das ist die „Gesellschaft“, anonym, nicht als Individuen erkennbar. Um sie genauer zu betrachten, muss man näher hingehen. Dann wird erkennbar, dass es hier um viele, um sehr viele einzelne Menschen geht.
Und jeder Einzelne sagt etwas über sich selbst aus - etwas ganz persönliches, authentisches.
In der Summe ihrer eigenen Wertschätzung bilden die Menschen eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die über der eigenen Wertschätzung den Wert des Anderen erkennen kann, die als Verbindendes und als Dreh- und Angelpunkt, den sozialen Gedanken hat.

tl_files/ifmg/assets/pages/012_med.jpgJeder, der fotografiert und befragt wurde, weiß, dass er sich in der Menge finden kann. Er wird sein Foto und sein Statement suchen. Als Rasterpunkt in der Gesellschaft kann er sich nicht erkennen. Auf der Suche nach sich selbst muss er so nahe hingehen, dass er auch die anderen ganz nahe sieht. Hat er sich gefunden, kann er wieder zurücktreten, die „Gesellschaft“ als Ganzes sehen und sagen: „Da, links oben, das bin ich“.

„Ich finde mich gut, weil‚…“ wird damit zum geflügelten Wort.